Maschinenbau in Brandenburg

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Nachhaltiger Erfolg – Anker ist Inlandsgeschäft: Ein Porträt

In Brandenburg liefert die Industrie den entscheidenden Impuls für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Als Teil der Kernbranche Metallbe- und -verarbeitung gehört der Maschinen- und Anlagenbau zu den beschäftigungs- und umsatzstärksten Einzelbranchen.

 

Gesamtumsatz

Der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg lässt sich an den Wachstumsraten der vergangenen Jahre ablesen. So knackten die Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahr 2019 zum dritten Mal in Folge die Umsatzmarke von 600 Millionen Euro. 623 Millionen Euro bedeuteten den zweithöchsten Wert seit 2008.

2020 setzte die Coronavirus-Pandemie diesem Trend vorerst ein Ende. Die 31 statistisch erfassten Brandenburger Maschinen- und Anlagenbauer verkauften weniger Maschinen, Anlagen, Komponenten und Services als zuletzt. Ihr Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Jahr 2019 um 4,2 Prozent beziehungsweise 26 Millionen Euro auf knapp 597 Millionen Euro. Die gute Auftragslage im Inlandsgeschäft kompensierte teilweise die schwache Auslandsnachfrage. So fiel der Rückgang insgesamt eher moderat aus.

 

Auslandsgeschäft

Anker des Geschäfts ist seit jeher die Binnennachfrage – so auch 2020. Die Brandenburger Unternehmen steigerten ihren Inlandsumsatz um 8 Prozent auf reichlich 360 Millionen Euro.

Aufträge ausländischer Kunden waren indes Mangelware. Die Betriebe erwirtschafteten knapp 237 Millionen Euro – das entspricht einem Minus von 18,4 Prozent beziehungsweise 53 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Ein schwächeres Ergebnis gab es zuletzt im Jahr 2010. Die Folge war eine Exportquote von 39,6 Prozent, die niedrigste im Branchenvergleich aller ostdeutschen Bundesländer.

Insbesondere die Folgen des Coronavirus (darunter Grenzschließungen, Reise- und Quarantäneregelungen, unterbrochene Lieferketten, rückläufige Kundeninvestitionen, Mitarbeiterausfall) setzten den Unternehmen zu. Die Pandemie verstärkte dabei den Druck auf die Firmen, die bereits Herausforderungen wie die abkühlende Weltkonjunktur, die globalen Handelskonflikte und den Strukturwandel im Energiesektor meistern müssen.

 

Beschäftigung

In kleinen Schritten hatten die Betriebe in den vergangenen Jahren die Zahl ihrer Mitarbeiter ausgebaut. Doch die Pandemie wirkte sich auch auf die Personalsituation aus. So war die Beschäftigung erstmals seit 2016 wieder rückläufig. Die Mitarbeiterzahl in den 31 Firmen mit mindestens 50 Beschäftigten betrug durchschnittlich 4.050. Ein Jahr zuvor waren es 4,3 Prozent beziehungsweise etwa 180 Menschen mehr.

 

Stärken der Unternehmen

In der Region haben sich langfristige, zum Teil bis in die jüngste Zeit prägende Produktionsschwerpunkte gebildet, darunter der Schwermaschinenbau und die Lokomotivindustrie. Noch heute ist der Maschinenbau daher in Städten wie Brandenburg an der Havel, Ludwigsfelde und Lauchhammer fest verankert. Darüber hinaus profitiert er von traditionell ansässigen Branchen, darunter der Stahl- und Metallindustrie, Luftfahrttechnik und Automotive-Industrie.

 

Industrie und Forschung Hand in Hand

Im Land Brandenburg sind vor allem Hersteller von Armaturen, Hebe- und Fördermitteln, Bau- und Baustoffmaschinen sowie von Windanlagen und Druckmaschinen beheimatet. Als deren Erfolgsrezept im zunehmend internationalisierten Wirtschaftsleben gilt die Kooperation zwischen Unternehmen, Forschungsinstituten und wirtschaftsnahen Einrichtungen. So profi­tieren die Brandenburger Maschinenbauer vom beträchtlichen Forschungs- und Entwick­lungspotenzial der Region – sie zählt zu einer der dichtesten Forschungslandschaften in Deutschland.

 

Details der wirtschaftlichen Entwicklung des Brandenburger Maschinenbaus 2020

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