Vorstand wählt neue Mitglieder und wünscht sich eine noch stärkere Außenwahrnehmung

VDMA Ost

Die Teilnehmer der Vorstandssitzung erlebten nicht nur die besondere Gründeratmosphäre in den Räumen von openspace. Sie diskutierten auch intensiv über die Zusammenarbeit mit Start-ups und die strategische Ausrichtung des VDMA Ost.

Ende 2018 hatte der Vorstand beschlossen, sich in seiner Frühjahrssitzung intensiv mit dem Thema Start-ups auseinanderzusetzen. Es lag deshalb nichts näher, als sich im April bei einem Unternehmen zu treffen, das selbst den Geist der Zukunft verbreitet. Bei der openspace GmbH in Berlin diskutierten die Teilnehmer zudem über die weitere strategische Ausrichtung des VDMA-Landesverbandes. Für frischen Wind sorgen künftig drei neue Vorstandsmitglieder.

Die Vorstandsmitglieder erwartete bei dem Start-up-Unternehmen eine offene und zur Kommunikation einladende Atmosphäre. Die 2017 gegründete openspace GmbH versteht sich als Digitalisierungsplattform für den deutschen Mittelstand. Die 100-prozentige Commerzbank-Tochter bringt regelmäßig Mittelständler und Start-ups zusammen und bietet ihren Kunden für alle Phasen der digitalen Transformation maßgeschneiderte Lösungen an. Dabei sollen vor allem die Mitarbeiter befähigt werden, ihre Geschäftsprozesse selbst zu digitalisieren.

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Digitalisierung bedeutet mehr als neue Technologien

Geschäftsführer Joachim Köhler erläuterte, wie sich die Digitalisierung in den Maschinenbau-Unternehmen strategisch vorbereiten und umsetzen lässt. Außerdem sprach er über die Zusammenarbeit mit Start-ups.

Häufig tut sich der Mittelstand noch schwer damit, die Digitalisierung aktiv zu gestalten und für das eigene Unternehmen zu nutzen. In erster Linie befassen sich die Unternehmen zudem mit Technologien und Prozessen – diese jedoch so zu transferieren, dass daraus ein neues Geschäftsmodell entsteht, haben sie eher selten im Blick. Es müssen deshalb Grundlagen geschaffen werden, damit die Mitarbeiter von der Geschäftsführung bis hin zum mittleren Management aus der Stärke des Unternehmens heraus neue Produkte entwickeln und neue Märkte erschließen.

Offene Plattformen nutzen
So soll das Unternehmen in der Lage sein, jederzeit innovativ zu bleiben. Das ist auch ohne datengetriebene Prozesse und Plattformen möglich. Doch offene Plattformen bieten bessere Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Firmen, welche die gleichen Kunden haben. Ein Beispiel: Der Hersteller von Verpackungsmaschinen bietet seine Produkte auf derselben Plattform an wie Lebensmittelhersteller – und kann auf diese Weise neue Aufträge generieren.

Unterschiedliche Innovationskulturen berücksichtigen
Die Zusammenarbeit mit Start-ups kann demnach ein strategischer Ansatz sein, um weiteren Nutzen zu generieren, hob Köhler hervor. "Sie warten aber nicht auf Sie", betonte er. Beachtet werden muss, dass Start-ups häufig eine andere Innovationskultur und neue Technologien mitbringen. Sie erwarten klare Vorgaben und eine Zieldefinition. Die Maschinen- und Anlagenbauer müssen daher zunächst klären,

  • was genau sie mit welchen Start-ups erreichen wollen,
  • wofür sie konkrete Unterstützung benötigen und
  • in welcher Form sie die Leistungen der Start-ups ausgleichen wollen – zum Beispiel mit Entschädigung, Bezahlung, einer Beteiligung


Ihre Kontakte zu Start-ups
Was in der Theorie einleuchtet und sich einfach anhört, gestaltet sich in der Realität deutlich schwieriger. Das verdeutlichte auch die Diskussion. Umso ratsamer ist es, zunächst flexible und einfache Formen der Zusammenarbeit mit Start-ups zu favorisieren. Netzwerke wie die des VDMA, von openspace und Hochschulen oder Matching-Veranstaltungen können die Tür öffnen und für ein Reinschnuppern und erste Kontakte genutzt werden.

So bietet der VDMA kostenlos und exklusiv für seine Mitglieder den Start-up-Summit am 20./21.05.2019 in Berlin an. Hier erhalten Sie unter anderem Erfolgsrezepte für die Zusammenarbeit mit Start-ups im Maschinenbau und erfahren, welche Science-Start-ups transformative Ideen für die Zukunft der Industrie mitbringen.

Angebote und Start-up-Studie des VDMA


Neue Vorstandsmitglieder kooptiert

Während der Sitzung in Berlin wählten die bisherigen Mitglieder zudem einstimmig drei neue Mitstreiter in den Vorstand des VDMA Ost:

"Sie werden die Arbeit des VDMA Ost kritisch begleiten und neue Ideen anstoßen", ist sich Landesverbandsgeschäftsführer Reinhard Pätz sicher.

In den vergangenen Monaten waren mehrere Mitglieder aus verschiedenen Gründen ausgeschieden, weitere werden altersbedingt in der bis 2021 laufenden Wahlperiode folgen. Um dennoch die Teilbranchen des Maschinen- und Anlagenbaus so weitgefächert wie möglich abzubilden und alle ostdeutschen Bundesländer/Berlin zu vertreten, hatte der Vorstand bereits 2017 begonnen, neue Mitglieder aufzunehmen. Derzeit vertreten 19 Personen die Mitgliedsunternehmen im Vorstand des VDMA Ost.

Übersicht aller Vorstandsmitglieder


Im Wandel: VDMA Ost 2025

Nicht nur die Industrie befindet sich im Wandel. Auch der VDMA passt seine Dienstleistungen neuen Rahmenbedingungen an – nur so kann Ihr Verband Sie wie bisher umfassend im täglichen Geschäft unterstützen.

Die jüngste Mitgliederbefragung hat unter anderem ergeben, dass sich die Unternehmen mehr digitalisierte Kommunikationswege wünschen, um exakt passende Informationen, Angebote und Gesprächspartner schnell zu finden. Gleichzeitig soll der persönliche Austausch intensiviert werden. Der Vorstand erörterte, welche Aspekte besonders wichtig sind.

Erste Ziele bereits umgesetzt
Der Landesverband hat bereits 2018 die ersten Ideen umgesetzt. So wurden Inhalte und Layout des elektronischen Newsletters angepasst, neue Veranstaltungsformate mit teils interaktiven Modulen eingeführt und der Internetauftritt nutzerfreundlicher gestaltet.

Auch die Neugestaltung der Arbeitskreise wurde eingeleitet. So werden künftig nur noch die Leiter von Unternehmensbereichen (beispielsweise Konstruktion und Kundendienst) mitwirken. Aus den Treffen sollen zudem neue Themen generiert werden, die später allen Mitgliedsfirmen in Erfahrungsaustausch-Veranstaltungen zugänglich sind.

Die Aktivitäten rund um die Fachkräftesicherung und -werbung wurden indes zurückgefahren. Grund hierfür ist die vergleichsweise junge Abteilung Bildung im VDMA, die viele Themen und Aktivitäten übernommen hat.

Vorstand wünscht weitere Anstrengungen bei der Außenwirkung
Wichtig ist den Vorstandsmitgliedern eine prominentere Außendarstellung des VDMA und des Landesverbandes als derzeit. Er fordert eine noch stärkere Pressearbeit, die sowohl aktuelle Themen der Mitgliedsfirmen aufgreift als auch der Imagewerbung dient. Dafür sollen alle Medien genutzt werden – von den klassischen wie Tageszeitungen bis hin zu den Social-Media-Kanälen.

Zudem müssen die Medien sowohl von der Zentrale in Frankfurt aus (überregionale Themen) als auch in der Region (Themen mit regionaler Ausstrahlung) bedient werden. Hierfür sollen noch stärker Vorstands- und Firmenvertreter mit ihren eigenen Geschichten und Statements einbezogen werden. Das erhöht erfahrungsgemäß den Bekanntheitsgrad der beteiligten Unternehmen und die Aufmerksamkeit bei Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzsuchenden.

Unerlässlich ist dem Vorstand zufolge auch, in der Öffentlichkeit die Bedeutung des Mittelstandes und der Familienunternehmen sowie die Bedeutung der Produktion in Deutschland stärker herauszustellen. Dies schließt ein, sich häufiger zu positionieren, auch mit konstruktiver Kritik.

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Ihr Kontakt zum VDMA Ost

Die nächste Vorstandssitzung findet Ende November in Leipzig statt.

Sie haben Fragen oder Hinweise zur Vorstandsarbeit? Sie könnten sich vorstellen, für Anfragen von Presse/Funk/Fernsehen zur Verfügung zu stehen? Dann sprechen Sie uns bitte einfach an:
Reinhard Pätz, Geschäftsführer VDMA Ost: Telefon 0341 521160-13, E-Mail

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