Offene Märkte: VDMA-Mitglieder im Dialog mit Thüringer Bundestagsabgeordnetem

Fotostudio Lange

SZM Spannwerkzeuge, ELIOG Industrieofenbau und TIRA sprachen mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann über Freihandel und Exporthemmnisse.

Offene Märkte und freier Handel ohne Barrieren sind von entscheidender Bedeutung für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Insbesondere global agierende mittelständische Betriebe, darunter auch die häufig zitierten „Hidden Champions“, sind auf einen funktionierenden Freihandel angewiesen. Nur so können sie eine starke Position im internationalen Wettbewerb einnehmen und einen wichtigen Beitrag für Arbeitsplätze und Wohlstand in ihrer Region leisten. Das haben die Unternehmen SZM Spannwerkezuge, ELIOG Industrieofenbau und TIRA sowie der VDMA während einer Betriebsbesichtigung gegenüber dem Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann (CDU) betont.


Hoher bürokratischer Aufwand

"Wir fertigen unsere Spannwerkzeuge in Zella-Mehlis und haben eine finale Exportquote von 20 Prozent. Die Freiheit des internationalen Waren- und Dienstleistungsverkehrs ist für unser Unternehmen und unseren Standort hier daher lebenswichtig", sagte Sabine Weiß, Geschäftsführerin von SZM Spannwerkzeuge. Besonders die Entsendungen von Mitarbeitern innerhalb der EU bedeute einen enormen bürokratischen Aufwand für kleinere Unternehmen wie SZM.

Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete und Wirtschaftspolitiker Mark Hauptmann (CDU) stützte die Position der Unternehmer: "In einer globalisierten Welt müssen wir für gute Rahmenbedingungen insbesondere auch für die mittelständischen Unternehmer sorgen. Unser gesellschaftlicher Wohlstand beruht auf freiem und fairem Handel."


Unterschiedliche Regelwerke behindern den Mittelstand

Im Gespräch mit Hauptmann erläuterten die mittelständischen Unternehmen, warum die "Hidden Champions" mehr Einsatz der Politik für den Freihandel erwarten.

"Wir exportieren unsere Spannwerkzeuge weltweit. Damit sind vielseitige Anforderungen und komplexe technische Regelwerke verbunden, die den Export nicht immer einfach machen. Freihandelsabkommen sind vor diesem Hintergrund sehr wichtig, denn sie bauen sogenannte nichttarifäre Handelshemmnisse ab und machen uns somit wettbewerbsfähiger", erläuterte Weiß.


Mehr als 600.000 Arbeitsplätze im Maschinenbau vom Exportgeschäft abhängig

Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA Außenwirtschaft, zeichnete das Bild etwas weiter und unterstrich die Bedeutung des Freihandels für den gesamten Maschinen- und Anlagenbau: "Der Maschinenbau aus Deutschland hat im Jahr 2018 Maschinen und Anlagen für 177,8 Milliarden Euro ausgeführt, die Exportquote liegt bei über 79 Prozent. Mehr als 600.000 Arbeitsplätze sind direkt vom Export abhängig. Daran wird deutlich, welch großen Stellenwert der Außenhandel für den industriellen Mittelstand hat."

Hinzu komme, dass mittlerweile rund 35 Prozent des Exports in Länder mit hohen Einfuhrhürden gehe. "Freihandel braucht daher die klare Fürsprache in der deutschen Politik, denn es geht letztlich um Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land. Protektionismus und Abschottung werden hingegen alle Marktteilnehmer im In- und Ausland zu Verlierern machen", betonte Ackermann.