Pädagogen für Berufe im Maschinenbau begeistert

VDMA Ost, HIGHYAG Lasertechnologie

Lehrer, Berufs- und Studienberater haben am 21. September hinter die Werktore der HIGHYAG Lasertechnologie GmbH in Kleinmachnow geblickt.

  • Nachwuchssorgen beim Start ins neue Ausbildungsjahr
  • Offene Werktore erhöhen Bekanntheitsgrad gewerblicher Berufe
  • HIGHYAG gibt Einblick in vielfältige Arbeitsbereiche


Leipzig/Kleinmachnow, 21. September 2016 – Im Land Brandenburg liefert die Industrie den entscheidenden Impuls für Wachstum und Beschäftigung. Eine zentrale Herausforderung der Unternehmen ist die nachhaltige Fachkräfte- und damit Standortsicherung. Der VDMA Ost bietet deshalb gemeinsam mit seinen Mitgliedern regelmäßig Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer, Berufs- und Studienberater an. Am 21. September 2016 ermöglichte die HIGHYAG Lasertechnologie GmbH in Kleinmachnow mehr als 20 Pädagogen von Sekundarschulen und Gymnasien sowie Beratern für gewerblich-technische Berufe aus Arbeitsagenturen der Region Berlin/Brandenburg einen Blick hinter die Werktore.

Probleme bei Suche nach Nachwuchskräften

"Insbesondere Unternehmen, die außerhalb der angesagten Ballungsräume liegen, fällt es zunehmend schwer, engagierte und gut ausgebildete Auszubildende zu gewinnen", warnt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA-Landesverbandes. Allein zu Beginn des diesjährigen Ausbildungsjahres hatte die Hälfte der ausbildenden Unternehmen des ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus Schwierigkeiten, die gewerblichen Ausbildungsplätze mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen. Das ergab eine Verbandsumfrage unter den ostdeutschen Mitgliedern. Probleme bereiteten demnach eine mangelhafte Ausbildungsreife der jungen Leute sowie die rückläufige Zahl an Bewerbungen.

Einblick in die Praxis

Vier von fünf Unternehmen begründeten ihre Probleme mit zunehmend niedrigeren Bewerberzahlen. Am häufigsten führten sie diese auf den demografischen Wandel zurück. Zudem entscheiden sich die begehrten Nachwuchskräfte vermehrt für ein Studium statt für eine betriebliche Ausbildung. "Viele Schüler, Lehrer und Eltern kennen nur wenige gewerbliche Ausbildungsberufe. Es gibt jedoch zahlreiche attraktive Industrieberufe, in denen sich junge Menschen verwirklichen können. Gerade der Maschinen- und Anlagenbau ist vielfältig und spannend", erklärt Pätz. Die Palette reicht vom Produktionstechnologen über den Industriemechaniker und Elektroniker für Automatisierungstechnik bis hin zum technischen Produktdesigner.

Davon überzeugten sich eindrucksvoll auch die Vertreter der Bildungseinrichtungen und Berufsberatungszentren bei der HIGHYAG Lasertechnologie. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern in der Lasermaterialbearbeitung. In praxisnahen Vorträgen und einem Rundgang durch die Produktionshallen vermittelten HIGHYAG-Geschäftsführer Dr. Robert Kuba und seine Führungsmannschaft ein umfassendes Bild vom Hightech-Maschinenbau sowie von den vielfältigen Einsatzfeldern und beruflichen Perspektiven für Ingenieure und Fachkräfte. Die Teilnehmer erfuhren aus erster Hand, wie der Weg von der Grundlagenforschung zum kundenindividuellen Produkt gelingt. Sie lernten technische Trends wie die Materialbearbeitung mit Licht und die vielschichtigen Anforderungen an Mitarbeiter eines weltweit agierenden Mittelständlers kennen.

HIGHYAG fördert junge Talente

"Ob Schulpraktikum oder duales technisches Studium: Wir gehen die Fachkräfteproblematik aktiv an und fördern ganz bewusst junge Talente", betont Kuba. Mithilfe der Berufs- und Studienberater wollen der Verband und seine Unternehmen bei Jugendlichen wieder mehr Interesse an technischen Berufen wecken. "Denn wer die faszinierende Welt des Maschinen- und Anlagenbaus kennt, kann junge Menschen besser für Industrieberufe in unserer Region begeistern", ist Kuba überzeugt.

Bei der HIGHYAG Lasertechnologie lernen derzeit fünf junge Menschen verschiedene Berufe, darunter den des Mechatronikers. Ebenso bietet das Unternehmen einen Ausbildungsplatz im dualen Bachelorstudiengang Konstruktion und Fertigung an.

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