Sachgrundlose Befristung nicht der GroKo opfern!

ebm pabst

Der VDMA Ost hat sich vor den Koalitionsverhandlungen zur Regulierung des Arbeitsmarktes geäußert.

Der VDMA Ost fordert von Union und SPD, in den anstehenden Koalitionsverhandlungen am besten auf weitere Regulierungen des Arbeitsmarktes zu verzichten. Vor allem eine Abschaffung der sachgrundlosen Befristung dürfe nicht als Kitt für eine neue Große Koalition missbraucht werden.

"Der Maschinenbau nutzt die sachgrundlose Befristung, um ähnlich wie bei der Zeitarbeit seinen Personalbestand zyklischen Konjunkturschwankungen schnell und flexibel anzupassen", sagt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost.

Sie sei ebenfalls ein Instrument, mit dem die Unternehmen die Flexibilität ausgleichen können, welche die Politik einseitig den Arbeitnehmern zubilligt. Aktuelles Beispiel: Union und SPD haben den Arbeitnehmern ein Rückkehrrecht von Teilzeit in die Vollzeit versprochen. "Um den zusätzlichen Bedarf an Arbeitskräften, der daraus entsteht, zu kompensieren, müssen die Arbeitgeber flexibel agieren können", erläutert Pätz.

Zudem wird die sachgrundlose Befristung häufig als verlängerte Probezeit genutzt. Und das mit Erfolg: 40 Prozent der befristet Beschäftigten werden unmittelbar in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Befristungen mit Sachgrund sind dagegen häufig nicht rechtssicher und viel zu kompliziert, da verschiedene Gerichtsurteile sie durch überzogene Anforderungen für die betriebliche Praxis weitgehend untauglich gemacht haben.

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