Metallerstreiks gefährden den Betriebsfrieden

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Der VDMA Ost bewertet die Tagesstreiks der IG Metall als völlig unangemessen. Die IG Metall versuch ihre überzogenen Forderungen in einer Art und Weise durchzusetzen, die den Betriebsfrieden über einen Tarifabschluss hinaus beschädigen könnte.

Der VDMA wirft der IG Metall vor, mit den Tagesstreiks die laufenden Tarifverhandlungen zu verschärfen und damit den Betriebsfrieden dauerhaft zu gefährden.

"Die Streiks sind nicht nur rechtlich äußerst fragwürdig, sondern auch völlig unangemessen", sagt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. Der IG Metall gehe es offensichtlich nur darum, das neue Kampfinstrument zu testen. "Tarifverträge sollen den Betriebsfrieden sichern. Die IG Metall versucht jedoch ihre überzogenen Forderungen in einer Art und Weise durchzusetzen, die den Betriebsfrieden über einen Tarifabschluss hinaus beschädigen könnte", ergänzt Pätz.

Die IG Metall versucht ihre überzogenen Forderungen in einer Art und Weise durchzusetzen, die den Betriebsfrieden über einen Tarifabschluss hinaus beschädigen könnte.

Der Maschinenbau hält den Gewerkschaften zudem vor, mit den Streiks nicht nur die betroffenen Unternehmen, sondern die Volkswirtschaft insgesamt fahrlässig zu schädigen, da es dadurch mittelbar auch zu Produktionsausfällen in anderen Industriezweigen komme. Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat bereits auf die enormen Kosten hingewiesen. Treten pro bestreiktem Betrieb im Schnitt 200 Beschäftigte – also insgesamt 50.000 Beschäftigte – in den Tagesstreik, verlieren die betroffenen Betriebe ausgehend von einer Fünf-Tage-Woche in der Summe 62 Millionen Euro pro Tag, so das Institut. "Die Folgeschäden, die die Streiks anrichten, sind durch nichts zu rechtfertigen", stellt der Verbandsgeschäftsführer klar.

Die IG Metall hat offensichtlich den Bezug zur ökonomischen Realität verloren.

Die IG Metall habe den Bezug zur ökonomischen Realität verloren und lebe in einer Fantasiewelt. Ein Indiz dafür ist Pätz zufolge die Forderung nach einer Lohnsteigerung um 6 Prozent. Die Forderung der Gewerkschaft, die Arbeitszeit wahlweise befristet bei einem Teillohnausgleich auf 28 Stunden pro Woche zu reduzieren, lasse zudem den langfristigen Einstieg in die 28-Stunden-Woche befürchten. Damit würde die per se angespannte Fachkräftenachfrage weiter verschärft. "Viele Unternehmen leiden schon heute unter Fachkräftemangel. Gerade kleinen und mittleren Industrieunternehmen, die den Maschinenbau prägen, ist es nicht möglich, die zusätzlichen Lücken zu füllen", warnt Pätz.

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