VDMA öffnet sich für polnische Mitglieder

Daniel Gorbaczuk

Der VDMA hat sich vor einiger Zeit die Europäiisierung des Verbandes auf die Fahnen geschrieben. In seiner Zielregion Polen hat der VDMA Ost die ersten Schritte gemacht.

Der VDMA hat sich vor einiger Zeit die Europäiisierung des Verbandes auf die Fahnen geschrieben. Im Zuge dieser Strategie sollen die Landesverbände in Kooperation mit den Fachverbänden neue Mitglieder im europäischen Ausland gewinnen. Zielregion des VDMA Ost ist Polen.

Derzeit betreut der VDMA knapp 170 Mitglieder im europäischen Ausland. Die meisten Unternehmen haben ihren Sitz in den Benelux-Staaten, in Österreich und der Schweiz. Künftig soll die Mitgliederbasis auch in Polen erweitert werden. Ziel ist,

  • die wichtigsten Maschinenbauregionen des Landes zu bearbeiten und
  • sich mit den polnischen Institutionen und technischen Verlagen zu vernetzen.


Die ersten Schritte sind bereits gemacht. Um das tatsächliche Mitgliederpotenzial einschätzen zu können, hat sich Geschäftsführer Reinhard Pätz in den vergangenen Monaten vor Ort mit Multiplikatoren und Wirtschaftsförderern getroffen sowie gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft AHP aus Berlin Regionalkampagnen gestartet. Bei den Reisen wurde der VDMA präsentiert und mit regionalen Leitunternehmen sowie Branchenclustern vernetzt. Darüber hinaus sprach Pätz mit Wirtschaftskammern, deutschen Unternehmen in Polen sowie Institutionen und Politikvertretern.


VDMA kann Nische besetzen

Das Ergebnis: Polen ist für den VDMA und deutsche Unternehmen ein attraktiver Markt. Finalproduzenten finden sich insbesondere in den Bereichen Bergbau, Werkzeugmaschinen, Landtechnik, Robotik und Automation sowie Textilmaschinen – ihre Zahl ist hingegen im Gegensatz zu den Lohnfertigern vergleichsweise gering. Erste Gespräche in den Schwerpunktregionen Polens haben gezeigt, dass das Potenzial neuer polnischer Mitglieder in den kommenden drei Jahren bei etwa 50 Unternehmen liegt.

Von Verbänden oder Kammern erhalten die polnischen Maschinenbauer kaum Unterstützung, da entsprechende Strukturen fehlen. Es gibt lediglich einige wenige Branchenkammern, beispielsweise für Bau- und Baustoffmaschinen und Holzverarbeitungsmaschinen.

Der Verband und AHP haben zunächst acht Regionen als Schwerpunkte für eine intensivere Marktbearbeitung gesetzt. Weitere Regionen sollen sukzessive folgen.


Vorstellungen polnischer Unternehmen

Die polnischen Firmen sehen verschiedene Vorteile in einer Mitgliedschaft. Sie ermöglicht

  • einen besseren Zugang zum deutschen Markt,
  • Kooperationen mit deutschen Firmen,
  • die Teilnahme an Veranstaltungen und Seminaren,
  • das Netzwerken in überregionalen Erfahrungsaustauschgruppen und
  • die Mitwirkung in Normungs- und Zertifizierungsgruppen.


Außerdem könnten sie sich vorstellen, gemeinsam Auslandsmärkte außerhalb Europas zu bearbeiten.


Weiteres Vorgehen – Ihr Kontakt zum VDMA Ost

Der VDMA Ost klärt mit den interessierten Fachverbänden die potenziellen Werbefirmen sowie die weiteren Schritte zur Mitgliederwerbung ab.

Einen Hintergrundbericht zu den bisherigen Aktivitäten können Sie beim VDMA Ost anfordern. Haben Sie Fragen zur Europa-Strategie und den Vorhaben des VDMA Ost, sprechen Sie uns bitte ebenfalls an!
Reinhard Pätz, Telefon 0341 521160-13, E-Mail