Berlin: Neuer Masterplan Industrie auf der Zielgeraden

VDMA Ost

In Berlin rückt die Industrie wieder mehr in den Fokus. Jetzt schreibt ein Netzwerk den Masterplan Industriestadt fort. Aktiv beteiligt ist auch der VDMA Ost.

Berlins Landesregierung hat der Industriepolitik in der laufenden Legislaturperiode einen zentralen Stellenwert zugewiesen. Eines der Ziele ist, den Masterplan Industriestadt Berlin fortzuschreiben. Hierfür hat der Senat den thematischen Rahmen definiert. Dieser beinhaltet Themen, die für die Entwicklung der Industrie und die Positionierung Berlins als Industriestandort aktuell und künftig wichtig sind.

Den Prozess zur Fortschreibung des Masterplans auf Grundlage der Masterpläne von 2010 und 2015 hat Wirtschaftssenatorin Ramona Pop gemeinsam mit dem Netzwerk Industriepolitik angestoßen. Diesem Netzwerk gehört auch der VDMA Ost an. Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften, Wissenschaftseinrichtungen und die Senatsverwaltung formulieren eine von allen Akteuren gemeinsam getragene Strategie.


Ziele festgelegt

Ende Januar 2018 hat das Netzwerk eine erste Workshop-Runde zu den Handlungsfeldern "Zukunft gestalten und Innovation stärken", "Digitalisierung" und "Rahmenbedingungen optimieren" durchlaufen. Die Teilnehmer, darunter Landesverbandsgeschäftsführer Reinhard Pätz, erarbeiteten Ziele und mögliche Maßnahmen. Moderiert wurde der Austausch von SYSPons, einem Berliner Beratungsunternehmen für gesellschaftliche Innovationen, dass sich mit Themen an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft befasst.

Die für den Maschinen- und Anlagenbau wichtigen Ziele sind:

  • Fachkräfte: Die Berliner Industrie kann auf ausreichend qualifizierte Fachkräfte zurückgreifen.
  • Digitalisierung der Industrie: Berlin wird als Standort von Industrie 4.0 mit ihren verschiedenen Facetten gestärkt. Die Digitalisierung erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der etablierten Industrieunternehmen und steigert die Attraktivität für Neuansiedlungen sowie Neugründungen.
  • Gewerbeflächen: Eine wachsende Stadt erfordert eine wachsende Zahl von Arbeitsplätzen und genügend Fläche für Wirtschaft und Industrie. Für dieses Wachstum benötigt die Berliner Industrie ausreichend geeignete Flächen.
  • Vernetzung von Start-ups und Industrie: Berlins Verwaltung unterstützt die Industrie als moderner Dienstleister und Vorreiter für Digitales mit einer abgestimmten Strategie und transparenten Verantwortlichkeiten. Die Stadt fördert den Ausbau der besten verfügbaren (digitalen) Infrastruktur. Hierzu gehören auch neue Konzepte für die Mobilität der Zukunft.
  • Verwaltung/Infrastruktur/Verkehr: Berlins Verwaltung unterstützt die Industrie als moderner Dienstleister und Vorreiter für Digitales mit einer abgestimmten Strategie und transparenten Verantwortlichkeiten. Die Stadt fördert den Ausbau der besten verfügbaren (digitalen) Infrastruktur. Hierzu gehören auch neue Konzepte für die Mobilität der Zukunft.


Für die Umsetzung dieser Ziele haben die Netzwerkpartner verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen. Diese werden nun qualifiziert und festgelegt.


Weitere Schritte zur Umsetzung

In einer zweiten Workshop-Runde, die Ende März 2018 abgeschlossen sein soll, werden die Teilnehmer weitere Details, Verantwortlichkeiten sowie Formate zur Umsetzungssteuerung und Fortschrittsmessung definieren.

Die verschiedenen Handlungsfelder münden schließlich bis Ende Mai 2018 in einen Masterplan. Dieser wird mit den relevanten Stakeholdern – dem Regierenden Oberbürgermeister, den beteiligten Senatsverwaltungen, Gewerkschaften und Wirtschaftsorganisationen – abgestimmt.


Auch Sie können mitwirken!

Wenn die Umsetzung der Maßnahmen innerhalb der einzelnen Handlungsfelder beginnt, wird zudem eine starke Beteiligung der Unternehmen angestrebt. Hierfür werden wir Ihnen, unseren Mitgliedsfirmen, die Ergebnisse zur Verfügung stellen. Sie haben dann die Möglichkeit, Ihre Ideen in Arbeitsgruppen einzubringen.


Ihr Kontakt zum VDMA Ost

Haben Sie Fragen zum Masterplan Industrie und den damit verknüpften Aktivitäten? Oder wollen Sie aktiv in der Umsetzungsphase mitarbeiten? Dann sprechen Sie uns bitte an:
Reinhard Pätz, Telefon 0341 521160-13, E-Mail