Wirtschaftliche Entwicklung im ostdeutschen Maschinenbau 2017

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Beschäftigung, Umsatz und Exportquote: Die Ergebnisse für das Gesamtjahr liegen vor.

Hinter dem ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau liegt ein erfolgreiches Jahr. Trotz zahlreicher innen- und außenpolitischer sowie wirtschaftspolitischer Hürden legte die Branche im Jahr 2017 in Beschäftigung, Umsatz und Exportanteil zu.

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Umsatz: Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern vorn

Der Jahresumsatz der ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmen (Basis sind Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten) kletterte auf zirka 19 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 1,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Im Ranking der ostdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin verbuchten die sächsischen Unternehmen erneut den höchsten Umsatz. Mit 7,82 Milliarden Euro übertrafen sie ihr Vorjahresergebnis und erreichten das bislang höchste Ergebnis seit der Wiedervereinigung.

Einen großen Sprung machte zudem die Firmen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie steigerten ihren Umsatz um reichlich 35 Prozent gegenüber 2016. Berlin hingegen musste als einziges ostdeutsches Bundesland einen Umsatzrückgang hinnehmen.

Das Umsatz-Ranking

  1. Sachsen: 7,82 Milliarden Euro
  2. Mecklenburg-Vorpommern: 3,24 Milliarden Euro
  3. Thüringen: 2,84 Milliarden Euro
  4. Sachsen-Anhalt: 2,44 Milliarden Euro
  5. Berlin: 2,01 Milliarden Euro
  6. Brandenburg: 0,66 Milliarden Euro


Beim Pro-Kopf-Umsatz ist hingegen Mecklenburg-Vorpommern den anderen Bundes­ländern um Längen voraus. Fast 547.000 Euro erzielte jeder Mitarbeiter. Mit deutlichem Abstand kommt Sachsen auf Rang zwei: Hier betrug der Umsatz 228.000 Euro je Mitarbeiter.


Exportquote: Nur Berlin kann im gesamtdeutschen Vergleich mithalten

Das Auslandsgeschäft der ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmen (Basis sind Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten) hat sich ungeachtet der geopolitischen Herausforderungen und Krisen im Jahr 2017 positiv entwickelt. Lediglich in Sachsen-Anhalt und zeigt die Kurve leicht nach unten, in Branchenburg blieb die Exportquote konstant.

Im Vergleich zum gesamtdeutschen Maschinenbau ist der Nachholbedarf jedoch nach wie vor hoch. Nur Berlin erreicht annähernd die bundesweite Exportquote von etwa 77 Prozent.

Das Exportquoten-Ranking

  1. Berlin: 71,7 Prozent
  2. Mecklenburg-Vorpommern: 53,8 Prozent
  3. Sachsen: 52,6 Prozent
  4. Brandenburg: 46,3 Prozent
  5. Thüringen: 44,7 Prozent
  6. Sachsen-Anhalt: 43,5 Prozent


Beschäftigung: Brandenburg mit größtem Sprung

Die nachhaltige Personalpolitik der Betriebe im ostdeutschen Maschinenbau setzt sich unaufhaltsam fort. Die Zahl der Mitarbeiter (Basis sind Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten) lag 2017 im Jahresschnitt bei zirka 81.560.

Den größten Sprung machten die Unternehmen in Brandenburg. Sie beschäftigten 2017 etwa 4.160 Mitarbeiter – das waren reichlich 6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Beschäftigten-Ranking

  1. Sachsen: 34.298 Mitarbeiter
  2. Thüringen: 15.475 Mitarbeiter
  3. Sachsen-Anhalt: 12.711 Mitarbeiter
  4. Berlin: 8.987 Mitarbeiter
  5. Mecklenburg-Vorpommern: 5.924 Mitarbeiter
  6. Brandenburg: 4.165 Mitarbeiter


Höhere Produktionserwartungen für 2018

Die globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten werden die Industrie auch im Jahr 2018 begleiten. Trotzdem rechnet der VDMA für das laufende Jahr mit einer anhaltend guten Konjunktur. Das Wachstum der vergangenen Monate dürfte sich national und international trotz vieler Unsicherheiten fortsetzen.

Aufgrund der dynamischen Auftragseingänge sowie den guten Nachfrageperspektiven erwartet der Verband eine Produktionssteigerung von 5 Prozent. Für den ostdeutschen Maschinenbau kann man von einem Wachstum in einer ähnlichen Größenordnung ausgehen.

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