Maschinenbau in Thüringen

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Beste Wachstumschancen: Ein Porträt

Thüringen ist ein traditionsreicher Industriestandort mit vielen leistungsfähigen Mittelstandsunternehmen. Zu den Wachstumsfeldern gehört auch der Maschinenbau.

Gemeinsam mit der Automobil- und Zulieferindustrie ist der Maschinenbau der größte Arbeitgeber des Freistaates. Dabei zeigt sich eine außerordentliche Dynamik im Beschäftigungsaufbau. Im Jahr 2017 arbeiteten durchschnittlich knapp 15.500 Menschen in Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern – zur Jahrtausendwende waren es lediglich 11.200. Das bestätigt den hohen Stellenwert der Industrie, deutet aber zugleich auf eine der größten Herausforderungen hin: die Sicherung des Fachkräftebedarfs.

Der größte Industriezweig in der sehr heterogenen Branche ist der Werkzeugmaschinen-, Werkzeug- und Formenbau. Auch Hersteller von Sondermaschinen, Verbrennungsmotoren und Turbinen, Bergwerks- und Baumaschinen sowie Zulieferer von Komponenten haben entscheidenden Anteil am Gesamtumsatz der Thüringer Industrie. Allein die knapp 100 Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitern verkauften 2017 Maschinen, Anlagen und Komponenten im Wert von reichlich 2,8 Milliarden Euro. Damit hat sich ihr Umsatz gegenüber dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt (1,2 Milliarden Euro).

Der Erfolg des Maschinenbaus basiert maßgeblich auf der hohen Wertschöpfung und Produktivität, Innovationsfähigkeit sowie Produkt- und Dienstleistungsqualität. In ihren Innovationen unterstützt werden die Unternehmen von einer stark naturwissenschaftlich geprägten Bildungs- und Forschungslandschaft.

Die Zukunftsfähigkeit wird davon abhängen, ob die Unternehmen ihre Produktivität weiter steigern, ihre Forschungsaktivitäten ausweiten und sich stärker auf ausländische Absatzmärkte orientieren. Nachtteilig wirkt sich dabei die kleinteilige Wirtschaftsstruktur aus. So hat sich zwar seit der Jahrtausendwende der Exportanteil von damals 27 Prozent auf mittlerweile 45 Prozent erhöht. Der Thüringer Maschinenbau liegt dennoch unter dem Durchschnitt im ostdeutschen Ländervergleich (52 Prozent) sowie deutlich unter dem bundesdeutschen Wert (77 Prozent).

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