Masterplan Industriestadt Berlin: VDMA Ost kümmert sich um Digitalisierung

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Berlin hat auf dem Weg zu einem attraktiven und innovativen Industriestandort die Weichen Richtung Zukunft neu gestellt. Senat und Industriepartner haben kürzlich den 2010 ins Leben gerufenen Masterplan Industriestadt Berlin fortgeschrieben.

Die Industrie mit ihrer Wertschöpfung und den hohen Beschäftigtenzahlen ist für die Hauptstadt unverzichtbar. Diese Bedeutung spiegelt sich nun auch im Handeln des Berliner Senats wider. Anfang September hat die Landesregierung die Fortschreibung des Masterplans Industriestadt Berlin 2018-2021 beschlossen. Jetzt beginnen die Partner mit der Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen.

Zuvor hatten der Berliner Wirtschaftssenat und das Netzwerk Industriepolitik, dem auch der VDMA Ost angehört, den neuen Masterplan entwickelt. Senatorin Ramona Pop zufolge soll dieser helfen, vorhandene Potenziale zu nutzen, Innovationen zu fördern, weiteres Wachstum zu ermöglichen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Der erste Masterplan wurde 2010 aufgelegt – und das gemeinsame Handeln der Partner zeigte eine positive Wirkung: Die Einwohnerzahl, das Wirtschaftswachstum und die Zahl der Erwerbstätigen legten in den vergangenen vier Jahren deutlich zu.


Themen reichen von digitaler Infrastruktur bis Gewerbeflächen

Nun wird der Masterplan in seiner dritten Version fortgeschrieben. Er verankert die Industriepolitik als Querschnittsaufgabe und soll die Entwicklung Berlins zur Industriestadt wirkungsvoll unterstützen.

Rund um die vier zentralen Handlungsfelder Rahmenbedingungen, Fachkräfte und Innovation, Digitalisierung sowie Marketing legten die Netzwerkpartner elf zukunftsorientierte Schwerpunktthemen fest. Zu den Themenclustern gehören unter anderem

  • die digitale Transformation,
  • die digitale Infrastruktur,
  • die stärkere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft,
  • die Vernetzung von Start-ups und Industrie,
  • die Fachkräftegewinnung und stete Weiterqualifizierung von Beschäftigten,
  • die Integration ausländischer Fachkräfte,
  • innovationsfreundliches Verwaltungshandeln und
  • die Ausweitung der verfügbaren Gewerbeflächen.


Diese Schwerpunkte wurden mit konkreten Zielen und Maßnahmen unterlegt. Die Projekte des Masterplans bauen dabei auf einem Leitbild und einer Bestandsanalyse zu den Potenzialen des Industriestandortes auf. Einige Beispiele:

  • Notwendig ist unter anderem eine aktive Liegenschaftspolitik. Um qualifizierte Industrieflächen für den aktuellen und künftigen Bedarf bereitstellen zu können, muss ein digitales Verzeichnis der verfügbaren Industrieflächen und eine gemeinsame Flächenstrategie von Senat und Bezirken entwickelt werden.
  • Die Anwerbung und Integration von ausländischen Fachkräften soll helfen, das Fachkräfteproblem zu mildern.
  • Die Infrastruktur soll zu einer leistungsfähigen (digitalen) Infrastruktur weiterentwickelt und ein bedarfsgerechtes, zukunftsfähiges Breitbandnetz zur Verfügung gestellt werden.


Mit welchen konkreten Maßnahmen diese und die weiteren Punkte erreicht werden sollen, lesen Sie im Masterplan. Diese beschlossene Entwurfsfassung können Sie am Textende herunterladen.


VDMA Ost bringt Digitalisierung und Fachkräftethema voran

Mit dem Beschluss hat der Berliner Senat die zuständigen Senatsverwaltungen beauftragt, die jeweiligen Maßnahmen in Abstimmung mit anderen Akteuren zu umzusetzen.

In den kommenden drei Jahren wird der Senat für Wirtschaft, Energie und Betriebe die zentrale Steuerung und das Projektmanagement verantworten. Hierfür wird eine originäre Geschäftsstelle Masterplan Industriestadt eingerichtet werden, welche im zweiten Quartal 2019 ihre Arbeit aufnehmen soll. Darüber hinaus werden der Senat und das Netzwerk Industriepolitik permanent die Ziele und Fortschritte kontrollieren.

Ziel ist ein offener und dynamischer Masterplan. Wichtig sind daher regelmäßige industriepolitische Impulse. Ebenso erforderlich ist, die Maßnahmen kontinuierlich zu priorisieren. Die Vorhaben sollen deshalb dezentral umgesetzt werden: Die beteiligten Partner sind jeweils für einzelne Maßnahmen verantwortlich und stellen Ansprechpartner sowie Ressourcen bereitet. Der VDMA Ost wird sich in den für den Maschinen- und Anlagenbau wichtigen Themenfeldern "Digitalisierung" sowie "Fachkräfte und Innovationen" einbringen.


Ihr Kontakt zum VDMA Ost

Das Netzwerk Industriepolitik, die Senatsressorts sowie Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft haben den Masterplan Industrie gemeinsam erarbeitet. Das Netzwerk Industriepolitik besteht aus Vertretern der Berliner Industrie, der Kammern, Verbände, Gewerkschaften und Fördereinrichtungen des Landes. Auch der VDMA Ost und Maschinenbau-Unternehmen wie Schmidt+Haensch haben sich von Beginn an für die Weiterführung des Masterplans stark gemacht und sich intensiv in die Diskussion eingebracht.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann sprechen Sie uns bitte an!
Reinhard Pätz, Telefon 0341 521160-13, E-Mail

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