WEMA Vogtland: Weltmarktführer umschifft viele Klippen

VDMA Ost

Allen Grund zum Feiern hatte in diesem Jahr die WEMA Vogtland aus Plauen: Michael Arendt (links) und Andreas Quak freuten sich über das 70-jährige Bestehen sowie den Umzug in den neuen Firmensitz.

Von der VOMAG zur WEMA: Vor 70 Jahren begann die wechselvolle Geschichte der WEMA Vogtland Technology GmbH in Plauen. Der Hersteller von Präzisionswerkzeugmaschinen war 1948 aus der traditionsreichen Vogtländischen Maschinenfabrik AG hervorgegangen. Nach dem politischen Umbruch musste das Unternehmen viele Klippen umschiffen. Mehrfach stand es vor dem Aus.


Neuer Kurs

In ruhigere Gewässer ruderte die WEMA 2009, als die saarländische Global Retool Group mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Andreas Quak das Steuer übernahm. "Wir haben erfolgreich einen neuen Kurs eingeschlagen. Früher hatte die WEMA Sondermaschinen und Taktstraßen neu gebaut. Jetzt werden einzelne Werkzeugmaschinen wie Fräsen, Stanzen und Metallpressen, komplexe Fertigungsanlagen sowie Bearbeitungszentren von Grund auf überholt, instandgesetzt oder für neue Prozesse umgebaut", sagt Quak.

Mit ihrem herstellerunabhängigen Know-how hat sich die WEMA zum Weltmarktführer im Retooling entwickelt. Rückenwind verspürt das Traditionsunternehmen zudem durch die Digitalisierung. Die Kunden wollen ihre Maschinen verstärkt auf die digitale Fertigung umrüsten. Derzeit gehören die Automobilindustrie und deren Zulieferer zu den Hauptabnehmern. Doch auch die Aufträge aus dem allgemeinen Maschinenbau wachsen. "Wer seinen Maschinenpark an veränderte Werkstücktypen oder einen neuen Standort anpassen will, ist bei uns genau richtig", betont Geschäftsführer Michael Arendt.


Neuer Firmensitz

Kürzlich hatte die WEMA einen weiteren Grund zum Feiern. Die etwa 120 Mitarbeiter zogen in das frühere, komplett sanierte Konstruktionsgebäude. Das Unternehmen mit Produktionsstandorten in den USA, in China und Italien will sich auch künftig nicht den Wind aus den Segeln nehmen lassen. "Wir werden nicht aufhören, uns neu zu erfinden", versichert Arendt. Für weiteres Wachstum ist bereits vorgesorgt: Sowohl Gebäude als auch Grundstück bieten ausreichend Reserven für Erweiterungen.