Innovationsfreude steckt Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister an

VDMA Ost

Sachsens Politiker ließen es sich nicht nehmen, zahlreiche mittelständische Unternehmen auf der Intec und Z zu besuchen. Sie informierten sich über die neuesten Trends, aber auch über aktuelle Herausforderungen.

Das Messedoppel Intec und Z in Leipzig war Anfang Februar vier Tage lang das Zentrum der metallbearbeitenden Industrie und Zulieferbranche in Europa. Zu den Ausstellern gehörten auch unzählige VDMA-Mitglieder. Sie lockten nicht nur viele Fachbesucher an – auch Sachsens Politiker interessierten sich für ihre innovativen Technologien und Geschäftsmodelle. Sie hatten zudem ein offenes Ohr für die besonderen Herausforderungen der Branche.


Anschauungsunterricht im Fach Digitalisierung

Am Eröffnungstag besuchten Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Vasily Sergeevich Osmakov, Stellvertretender Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation, ausgewählte Unternehmen. Sie starteten ihren Messerundgang am Stand der N+P Informationssysteme GmbH. Das mittelständische IT-Systemhaus aus Meerane wartete mit einem besonderen Hingucker auf: Standbesucher erlebten die digitale Vernetzung von Wertschöpfungsstufen in Maschinenbau- und Fertigungsunternehmen live am Beispiel einer Popcorn-Maschine – inklusive frischem Popcorn.

Weiter ging es zu Starrag. Das Chemnitzer Unternehmen zeigte Erfolgsrezepte für die Komplett- und Großteilebearbeitung. Es präsentierte beispielsweise ein Automatisierungssystem, das ganze Maschinenpaletten samt Werkstück vom zentralen Rüstplatz in einen freistehenden Palettenspeicher oder direkt zur Maschine und wieder zurück zum zentralen Rüstplatz transportiert.

Darüber hinaus schaute Kretschmer am Gemeinschaftsstand des VDMA-Fachverbandes Präzisionswerkzeuge vorbei. Hier informierte er sich über die Bedeutung innovativer Werkzeuge für die Zukunft der Produktion in Deutschland.


Probleme direkt angesprochen

Im weiteren Messeverlauf informierte sich auch der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig über aktuelle Trends und Entwicklungen. Er ließ sich unter anderem bei der NILES-SIMMONS Hegenscheidt-Gruppe die neueste Technik vorführen. Außerdem sprachen die Unternehmensvertreter erfolgsentscheidende Aspekte an: beispielsweise, wie sich junge Menschen wieder vermehrt für technische Berufe gewinnen lassen, wie die Ausbildungsqualität verbessert werden kann und welche Auswirkungen die Russlandsanktionen haben.

Auf dem Zettel hatte Dulig zudem die Chemnitzer UNITECH-Maschinen GmbH, welche 1995 gegründet wurde. Er ließ sich von den neuesten Maschinen aus eigener Produktion und den Maschinen der Partnerfirmen für das Drehen und Fräsen begeistern – nahm jedoch auch an dieser Stelle Sorgen rund um das Thema Fachkräfte mit.