Diskussion mit Unternehmern: Wie VDMA-Mitglieder noch besser unterstützt werden können

TRUMPF

Vertreter des VDMA diskutierten mit dem VDMA-Präsidenten Carl Martin Welcker und Unternehmern aller Landesverbände über die Herausforderungen der Wirtschaft, die Auswirkungen der Digitalisierung sowie notwendige Veränderungen im VDMA.

Der VDMA-Präsident, die Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer der VDMA-Landesverbände sowie die VDMA-Hauptgeschäftsführung tauschen sich einmal im Jahr über fachlich und regional übergreifende Herausforderungen sowie notwendige Handlungsfelder aus. Zur diesjährigen Neuauflage im Mai trafen sich die Teilnehmer bei der TRUMPF GmbH + Co. KG in Ditzingen.

 

Für den VDMA Ost vor Ort waren Udo Staps, Geschäftsführer der FKT Formenbau und Kunststofftechnik GmbH sowie stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Landessprecher für Thüringen, und Landesverbandsgeschäftsführer Reinhard Pätz. Ebenfalls zu Gast: VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann sowie die Geschäftsführer des Hauptstadtbüros (Andreas Rade) und des European Office (Holger Kunze).


Für wirtschaftliche Entwicklung sensibilisieren

Am traditionellen Vorabend des Treffens standen zwei Themen im Mittelpunkt. Eines war die nachlassende Konjunktur. Nach Einschätzung der Teilnehmer ist der Abschwung sichtbar, die Intensität unterscheidet sich aber je nach Branche, Produkt und Kundenausrichtung. Bereits zum Jahresende 2018 hatte sich diese Entwicklung durch zurückhaltende Kauf- und Investitionsentscheidungen der Kunden angedeutet. 2019 werde nun etwas stürmischer, so die Annahme. "Auf Sicht zu fahren" sei daher für die Unternehmer ein guter Weg, mit der Situation umzugehen.

Vom VDMA erwarten sie, die Öffentlichkeit und Politik regelmäßig über die tatsächliche aktuelle Entwicklung zu informieren und für die nachlassende Konjunktur zu sensibilisieren. Zwar sind die Auftragsbücher derzeit noch gut gefüllt. Kunden verschieben oder stornieren jedoch vermehrt Projekte. Zugleich schwächt sich der Auftragseingang ab, sodass der jetzige Bestand in den kommenden Monaten aufgebraucht sein wird.


Mittelstand stärker in den Fokus rücken

Die Unternehmer und Verbandsvertreter thematisierten darüber hinaus das jüngste industriepolitische Papier von Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Sie begrüßten die Diskussion über die Strategie der Bundesregierung – lehnten aber die sehr einseitige Ausrichtung auf Großkonzerne ab. Deshalb müsse der VDMA noch stärker als bisher die Bedeutung des Mittelstandes in die breite Öffentlichkeit tragen.

In diesem Zusammenhang wurde auch angeregt, die eigenen Belegschaften zu motivieren, an der Europawahl teilzunehmen. Denn nur wer wählt, kann Einfluss nehmen.


Wie die Digitalisierung Unternehmer und Unternehmen verändert

Am Sitzungstag selbst sprach Gastgeber Dr. Mathias Kammüller darüber, wie die Digitalisierung Unternehmer und Unternehmen verändert. Der geschäftsführende Gesellschafter von TRUMPF ist zugleich Chief Digital Officer und konnte somit Eindrücke aus erster Hand vermitteln. Im anschließenden Rundgang hatten die Besucher zudem Gelegenheit, sich ein konkretes Bild von den Produkten und umgesetzten Digitalisierungsprojekten zu machen.


Wie sich der VDMA fit für die Zukunft macht

Die Digitalisierungsthemen zogen sich anschließend wie ein roter Faden durch die Tagesordnung. VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann betonte die enormen Herausforderungen des digitalen Wandels, aber auch die damit verbundenen Perspektiven für die Maschinen- und Anlagenbauer – so die Chancen, sich nachhaltig in immer volatiler werdenden Märkten zu behaupten. Er informierte zudem über das Projekt "INSPIRE", mit dem sich der VDMA fit für die vernetzte und digitale Zukunft sowie einen Kulturwandel machen will.


Erreicht werden soll unter anderem,

  • dass noch mehr Mitarbeiter die Leistungen des VDMA ausschöpfen,
  • die Leistungen zu individualisieren,
  • die Kommunikationswege zu digitalisieren,
  • neue Veranstaltungsformate mit interaktiven Inhalten und nachhaltigen Follow-ups zu etablieren,
  • neue Wertschöpfungsnetzwerke aufzubauen sowie
  • mehr Freiräume für das persönliche Gespräch zu schaffen.


Rolle der Landesverbände ändert sich

Auch die künftige Rolle der Landesverbände stand auf der Tagesordnung. Getreu dem Motto "Gemeinsam sind wir besser" sollen die Landesverbände noch enger mit dem VDMA-Hauptstadtbüro, dem European Office in Brüssel und der VDMA-Vertretung in Wien an Themen arbeiten, welche die Mitglieder und die Politik gleichermaßen bewegen – dabei immer Land, Bund und Europa im Blick. Solche Themen sind beispielsweise die Auswirkungen des Brexits, die Entsenderichtlinie oder der Freihandel.

Auf regionaler Ebene lautet die Maxime "Nah an den Mitgliedern“. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung und Digitalisierung ist es Anspruch und Ziel, die Mitglieder noch besser regional einzubinden und miteinander zu vernetzen sowie den persönlichen fachlichen Austausch zu intensivieren.

Den herausfordernden Entwicklungen wollen die Landesverbände mit noch passenderen Angeboten und Formaten gerecht werden. So werden beispielsweise Start-up-Matchings, Online-Schulungen und Webinare die bewährten Erfahrungsaustauschveranstaltungen mit exklusivem VDMA-Know-how und regelmäßigen Arbeitskreissitzungen für verschiedene Funktionsebenen ergänzen.

Darüber hinaus werden die Landesverbände wie bisher Lotse für die VDMA-Angebote, individueller Sparringspartner und Berater in strategischen Unternehmensfragen sein.


Ihr Kontakt zum VDMA Ost

Sie haben Fragen zum Gespräch oder Anregungen für die Arbeit des VDMA Ost? Sprechen Sie uns bitte an!
Reinhard Pätz, Telefon 0341 521160-13, E-Mail

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