Corona-Virus: Spezifische Angebote der ostdeutschen Bundesländer

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Von Ansprechpartnern bis hin zu Förderprogrammen: Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus haben die Bundesländer regionalspezifische Informationen und Hilfen für Unternehmen zusammengestellt.

Die Corona-Krise schränkt nicht nur das private Leben ein, sondern auch intensiv den Unternehmensalltag. So spürten laut einer deutschlandweiten VDMA-Blitzumfrage von Anfang Mai 91 Prozent der Mitgliedsfirmen Beeinträchtigungen im Betriebsablauf. Merkliche oder gravierende Auftragseinbußen beziehungsweise Stornierungen verbuchten 85 Prozent der Unternehmen. Der Blick auf die Lieferketten hellt sich indes etwas auf.

Große Probleme bereiten indes vor allem

  • Ein- und Ausreise- beziehungsweise Aufenthaltsregelungen, in deren Folge Service- und Wartungsverträge nicht eingehalten oder Maschinen und Anlagen nicht in Betrieb genommen werden können,
  • Erschwernisse in der Transport- und Logistikabwicklung,
  • Erschwernisse durch Gesundheits- und Hygieneauflagen und
  • Ausfallrisiko von Mitarbeitern.

 

In dieser schweren und von großer Unsicherheit geprägten Situation sind Sie nicht auf sich allein gestellt! Nutzen Sie intensiv Ihren VDMA!

Vielfältige Informationen von Rechtshilfen über betriebliche Aspekte bis hin zu Reise-Updates stellt die spezielle Themenseite rund um das Corona-Virus bereit – ganz aktuell zum Beispiel zur möglichen Einreise von Monteuren nach Österreich.


Stellen Sie uns zudem Ihre Fragen und teilen Sie uns Ihren ganz konkreten Unterstützungsbedarf mit!

Ihre Ansprechpartner beim VDMA Ost

 

Nachstehend finden Sie außerdem Verlinkungen auf

  • zentrale Informationsseiten, beispielsweise des Robert-Koch-Instituts oder der Bundesagentur für Arbeit, sowie
  • spezielle Angebote und Informationen der einzelnen ostdeutschen Bundesländer für Unternehmen.

Wir werden diese Informationen regelmäßig aktualisieren und ergänzen.

 

Länderübergreifend

  • Einen schnellen Überblick über alle Länder- und Bundeskredite, Zuschüsse, Beteiligungen und Steuerstundungsmöglichkeiten verspricht das Portal wir-bleiben-liqui
     


 

Berlin

Als Reaktion auf die dynamische Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen unterstützt das Land Berlin die Berliner Wirtschaft mit verschiedenen Maßnahmen. Diese werden auf den Internetseiten der Investitionsbank Berlin dargelegt:


Unter der Hotline 030 2125-4747 beantwortet die IBB zudem von montags bis freitags von 9 Uhr bis 17 Uhr Fragen zu Liquiditätshilfen,

Zugleich weist die Investitionsbank darauf hin, dass Neuanträge im klassischen Fördergeschäft erst ab dem 01.05.2020 wieder bearbeitet werden. 

 

Eingerichtet wurde zudem eine Kontaktstelle für Unternehmen, welche bei der Sicherstellung internationaler Lieferketten unterstützt.

 

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat zudem einen Leitfaden für Unternehmen erstellt. Dieser enthält Ansprechpartner und Hinweise rund um folgende Themen:

  • Überbrückungsfinanzierung
  • Überbrückung von Liquiditätsengpässen
  • Beantragung von Kurzarbeit
  • Möglichkeit der Steuerstundung
  • Förderprogramm Liquiditätshilfen


Darüber hinaus hat die Senatsverwaltung für Finanzen Informationen zu

zusammengestellt.

 

Außerdem gibt die Senatskanzlei Antworten auf häufig gestellte Fragen aus allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

 

 

Brandenburg

Das Wirtschaftsministerium von Brandenburg hat die wichtigsten Unterstützungsmöglichkeiten und deren Zugang übersichtlich in einer Präsentation zusammengefasst.
 

Außerdem beantwortet das Ministerium häufig gestellte Fragen, zum Beispiel

  • zu Steuererleichterungen für Unternehmen,
  • zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten,
  • zum Kurzarbeitergeld,
  • zur Lohnfortzahlung bei Quarantäne und
  • zu Anlaufstellen.


zum Antragsformular für die Corona-Soforthilfe

zu den Anträgen auf Verdienstausfallentschädigung


Unternehmen können sich zudem über die Service-Nummern des Wirtschaftsministeriums telefonisch informieren: 0331 866-1887 oder 0331 866-1888 oder 0331 866-1889

 

Auf den Internetseiten der Investitionsbank des Landes finden Sie neben den aktuellen Unterstützungsangeboten auch Beispielanträge und Handlungsempfehlungen.

Die ILB hat zudem eine Hotline geschaltet: 0331 23182299


Die Wirtschaftsförderung Brandenburg hilft Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit mehr mehr als 100 Mitarbeitern. Unterstützungsanfragen zu konkreten Problemen werden online oder telefonisch entgegengenommen.

Bei der Wirtschaftsförderung ist außerdem die Kontaktstelle Lieferketten angesiedelt. Auf der Webseite finden Sie sowohl die Ansprechpartner als auch Hilfsangebote.

 

 

Mecklenburg-Vorpommern

Die Landesregierung hat ein 100-Millionen-Euro-Sofortprogramm zur Unterstützung der Wirtschaft aufgelegt sowie weitere Maßnahmen beschlossen:

  1. Fortsetzung bestehender Bürgschafts- und Darlehensinstrumente
  2. Landes-Bürgschaftsprogramm für Liquiditätshilfen
  3. Liquiditätshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen
  4. Verfahrensbeschleunigungen für Landeszuschüsse
  5. finanzwirtschaftliche Maßnahmen wie zinslose Steuerstundung, Herabsetzung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Erlass von Säumniszuschlägen.


zum Antragsformular für die Soforthilfe

 

Ebenso hat das Land einen Frage-Antwort-Katalog erstellt, gegliedert nach verschiedenen Themenbereichen wie "Wirtschaft". Hier erhalten Unternehmen beispielsweise Hinweise zu finanziellen Hilfen und Steuererleichterungen.

 

Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns hat für Betriebe mit wirtschaftlichen Problemen infolge der Ausbreitung des Corona-Virus eine Unternehmenshotline eingerichtet. Diese wird von der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH (GSA) in Schwerin betreut und ist montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr erreichbar.
Telefon-Hotline: 0385 5885588

 

Ebenfalls hilfreich: eine kostenfreie Kooperationsbörse des Wirtschaftsministeriums

 

 

Sachsen

Auf einer zentralen Internetseite beantwortet das Land Sachsen unter anderem die Fragen von Unternehmen, beispielsweise zu

  • Förderinstrumenten,
  • Kurzarbeitergeld und
  • Ansprechpartnern.


Darüber hinaus hat die Staatsregierung ihre verschiedenen telefonischen Beratungsangebote gebündelt. Die kostenfreie Hotline ist montags bis freitags von 7 Uhr bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.
Telefon-Hotline: 0800 1000214

Anrufer können zwischen fünf Hauptmenüpunkten wählen.

  • Unter Menüpunkt 2 werden Fragen rund um alle Fördermöglichkeiten für Unternehmer beantwortet .
  • Unter Menüpunkt 3 beinhaltet die Themen Steuern und Justiz.

 

Sachsen hat zudem das Programm "Sachsen hilft sofort" auf den Weg gebracht. Über die Sächsische Aufbaubank können Unternehmen Soforthilfe-Darlehen sowie Sofort-Zuschüsse beantragen.

Das zinslose Darlehen wurde zwischenzeitlich auf mittelständische Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz höher als 1 Million Euro ausgeweitet (Details). Die Antragsstellung ist bis zum 30.09.2020 möglich. Es besteht kein Hausbankprinzip, die Antragsstellung kann direkt bei der SAB erfolgen. Neu ist zudem die Bonusregelung bei der Darlehenstilgung.

Die Förderbank weist eindringlich darauf hin, dass Antragsteller ausschließlich die offiziellen Seiten des SAB-Förderportals nutzen sollen. Hintergrund: Auch Sachsen ist von betrügerischen Webseiten im Zusammenhang mit den Soforthilfe-Programmen betroffen.

Die Förderbank berät zudem montags bis freitags zwischen 7 Uhr und 21 Uhr sowie am Wochenende von 12 Uhr bis 18 Uhr telefonisch unter der Hotline 0351 4910-1100.

 

Ausbildungsbetriebe mit maximal 250 Mitarbeitern, die infolge der Corona-Krise von Kurzarbeit betroffen sind, können bis 30.06.2020 einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen. Der einmalige Zuschuss wird in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld gewährt. Die Förderanträge sind bei den zuständigen Stellen (beispielsweise die IHK) einzureichen und werden von dort nach Bestätigung des Ausbildungsverhältnisses an die Landesdirektion Sachsen zur Bearbeitung und Bewilligung weitergeleitet. Die Landesdirektion ist ebenfalls Ansprechpartner für Fragen.
Details und Antragsformular

 

Anträge auf Entschädigung wegen Verdienstausfalls infolge geschlossener Kinderbetreuungseinrichtungen oder Schulen können Arbeitgeber für ihre Beschäftigten nun auch komplett elektronisch stellen. Der entsprechende Online-Assistent ist über Amt24 nutzbar. Antragsteller müssen ein persönliches Servicekonto im Amt24 anlegen und können anschließend den Antrag komplett online ausfüllen, die notwendigen Nachweise per Mausklick beifügen und den Antrag elektronisch an die Landesdirektion übermitteln. Der Postweg entfällt.

 

Die Wirtschaftsförderung Sachsen bietet ein Online-Formular für Unterstützungsanfragen an. Darüber hinaus agiert sie als Kontaktstelle für Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie von beeinträchtigten oder unterbrochenen Lieferketten betroffen sind.
E-Mail schreiben: kontaktstelle-lieferketten@wfs.saxony.de
telefonische Anfragen: 0351 2138-123

 

Hinweise zur Express-Liquidität gibt die Bürgschaftsbank Sachsen.

 

Sachsens Wirtschaftsministerium plant darüber hinaus ein Impulsprogramm, um auf dem Weg aus der Krise zu unterstützen.

 

 

Sachsen-Anhalt

Das Land Sachsen-Anhalt hat eine zentrale Informationsplattform geschaltet. Hier finden Sie allgemeine Neuigkeiten zur Corona-Pandemie sowie die verschiedenen Angebote und Hilfestellungen des Landes.

Von dieser Seite aus gelangt man außerdem zu den jeweiligen Themenseiten der einzelnen Ministerien.

Das Wirtschaftsministerium informiert beispielsweise über die Ausweitung der Corona-Soforthilfen, über Liquiditätshilfen, Stundungsmöglichkeiten, Kurzarbeitergeld und Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung.

So können im Sofort-Hilfeprogramm "Sachsen-Anhalt Zukunft" jetzt auch Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten günstige Kredite beantragen – ohne die Hausbank einbinden zu müssen.

Unter der Kachel Finanzen und Steuern gibt das Finanzministerium unter anderem Hinweise zu Steuervereinfachungen und zur Vereinfachung von zuwendungsrechtlichen Verfahren.

 

Unternehmensrelevante Informationen von Anträgen für Stundungen bis hin zu Zuschüssen erhalten Sie zudem auf den Online-Seiten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Hier können Sie jetzt auch die Corona-Soforthilfen (Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten) komplett online beantragen.

Die ILB hat außerdem zur kostenfreien Telefon-Hotline 0800 5600757
zusätzliche Service-Nummern geschaltet: 0391 5891766 und 0391 5898528

 

 

Thüringen

Die Landesregierung von Thüringen informiert zentral über die aktuelle Lage, Erlasse und Hilfsangebote verschiedener Ministerien. Über diesen Link gelangen Sie zu den relevanten Informationen für die Wirtschaft.

 

Auf den Internetseiten der Thüringer Aufbaubank finden Unternehmen zudem konkrete Informationen und Anträge rund um

  • Liquiditätshilfen und Risikoentlastung,
  • Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld,
  • Steuerentlastungen und
  • Förderprogramme.


Die Bank hat zudem ihre Servicezeiten ausgebaut. Die Hotline 0800 5345676 ist erreichbar von montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr.

 

Steuerfragen im Zusammenhang mit der Corona-Krise beantworten zudem die Thüringer Finanzämter. Beleuchtet werden mögliche Steuererleichterungen sowie verfahrensrechtliche Aspekte.

 

Die Bürgschaftsbank Thüringen bietet zudem Finanzierungshilfen

 

Seit Mitte Mai können Thüringer Ausbildungsbetriebe, die während der Corona-Krise ganz oder teilweise schließen mussten, einen Zuschuss beantragen. Mit dem Ausbildungszuschuss können Betriebe für den Zeitraum von sechs Wochen nach Schließung 80 Prozent der Ausbildungsvergütung erstattet bekommen. Zudem gibt es eine Pauschale in Höhe von 20 Prozent für entrichtete Sozialversicherungsbeiträge, die nach behördlich angeordneter Schließung gezahlt wurden. Ausgereicht wird der Zuschuss über die zuständige IHK.

IHK Erfurt: Antragsformular und Hinweise zur Antragstellung
IHK Ostthüringen: Detailinformationen und Antragsformular
IHK Südthüringen: Antworten auf häufige Fragen (FAQ) und Hinweise zum Antragsverfahren